Ein Kredit von privat zu privat ist ein Darlehen zwischen Privatpersonen ohne klassische Bank als Kreditgeber. Er läuft entweder über eine P2P-Plattform, die Anleger und Kreditnehmer zusammenbringt, oder direkt zwischen Familie und Freunden per Darlehensvertrag. Der Marktführer auxmoney vermittelt Summen von 1.000 bis 50.000 Euro.
Ein P2P-Kredit (Peer-to-Peer) ist ein Kredit zwischen Privatpersonen. Auf Plattformen wie auxmoney finanzieren private Anleger den Kreditwunsch, die Plattform übernimmt Prüfung und Abwicklung. Kreditsummen liegen bei auxmoney zwischen 1.000 und 50.000 Euro, Laufzeiten zwischen 12 und 84 Monaten. P2P-Kredite sind auch bei schwächerer Bonität möglich, kosten dann aber mehr. Bei einem Darlehen unter Familie schützt ein schriftlicher Vertrag beide Seiten und ist steuerlich relevant.
Was ist ein Kredit von privat zu privat?
Ein Kredit von privat zu privat ist ein Darlehen, bei dem eine oder mehrere Privatpersonen als Geldgeber auftreten, nicht eine Bank. Der Fachbegriff lautet Peer-to-Peer-Kredit, kurz P2P-Kredit. Das Geld stammt von privaten Anlegern oder von Bekannten, nicht aus dem Einlagengeschäft einer Bank.
Es gibt zwei Grundformen. Die erste ist der P2P-Kredit über eine Online-Plattform. Eine Plattform wie auxmoney bringt Kreditsuchende und private Anleger zusammen und wickelt Prüfung, Vertrag und Zahlungen ab. Die zweite Form ist das direkte Darlehen zwischen Privatpersonen, etwa wenn Eltern ihrem Kind Geld leihen. Hier gibt es keine Plattform, sondern nur einen Vertrag zwischen den Beteiligten. Wie ein Kredit grundsätzlich aufgebaut ist, erklärt der Leitfaden Was ist ein Privatkredit? Der vollständige Leitfaden.
Der Unterschied zum klassischen Bankkredit liegt in der Herkunft des Geldes und in der Prüfung. Bei einem Bankkredit trägt die Bank das Ausfallrisiko. Bei einem plattformbasierten P2P-Kredit tragen die privaten Anleger das Risiko, verteilt auf viele kleine Anteile. Ein Anleger investiert oft nur 25 Euro pro Kredit und streut sein Geld über viele Kreditnehmer, um Ausfälle abzufedern.
Wie funktioniert ein P2P-Kredit über eine Plattform?
Ein P2P-Kredit über eine Plattform funktioniert in vier Schritten: Antrag, Bonitätsprüfung, Finanzierung durch Anleger und Auszahlung. Die Plattform prüft die Bonität, setzt den Zins fest und übernimmt die komplette Abwicklung inklusive Inkasso bei Zahlungsausfall.
Im ersten Schritt stellt der Kreditsuchende einen Antrag mit Wunschsumme, Laufzeit und Verwendungszweck. Im zweiten Schritt prüft die Plattform die Bonität über SCHUFA-Daten, Einkommensnachweise und ein eigenes Scoring. Bei auxmoney liegen die möglichen Kreditsummen zwischen 1.000 und 50.000 Euro und die Laufzeiten zwischen 12 und 84 Monaten (Stand 2026, auxmoney).
Im dritten Schritt stellen private Anleger das Geld bereit, oft viele Anleger pro Kredit. Im vierten Schritt zahlt die Plattform den Kredit aus. Die reguläre Auszahlung dauert bei auxmoney zwei bis fünf Werktage, eine kostenpflichtige Express-Option verkürzt das auf rund 24 Stunden. Der Kreditnehmer zahlt anschließend in festen Monatsraten an die Plattform zurück, die das Geld an die Anleger verteilt. Den grundsätzlichen Ablauf von Antrag bis Rückzahlung beschreibt der Beitrag Wie funktioniert ein Privatkredit?
Ein P2P-Kredit fühlt sich für den Kreditnehmer an wie ein normaler Ratenkredit: ein Vertrag, eine Rate, ein Ansprechpartner. Die Verteilung auf viele Anleger passiert unsichtbar im Hintergrund. Wichtig ist der Blick auf die Nebenkosten. Plattformen finanzieren sich über eine Agio- oder Vermittlungsgebühr, die auf die Kreditsumme aufschlägt und den Effektivzins erhöht. Wer Angebote vergleicht, sollte immer den effektiven Jahreszins heranziehen, nicht den beworbenen Sollzins, weil nur der Effektivzins diese Gebühren enthält.
Was kostet ein P2P-Kredit und für wen lohnt er sich?
Ein P2P-Kredit kostet so viel, wie es die Bonität des Kreditnehmers vorgibt, denn der Zins ist bonitätsabhängig. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Effektivzins für Ratenkredite lag laut Deutscher Bundesbank im März 2026 bei 8,13 Prozent. P2P-Angebote für sehr gute Bonitäten bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen, bei schwächerer Bonität liegen sie deutlich höher.
Der P2P-Kredit lohnt sich vor allem für zwei Gruppen. Die erste Gruppe sind Kreditsuchende, die bei einer klassischen Bank abgelehnt wurden, etwa Selbstständige, Menschen in der Probezeit oder mit durchwachsenem SCHUFA-Score. P2P-Plattformen nutzen ein breiteres Scoring und finanzieren Fälle, die Banken ablehnen. Die zweite Gruppe sind Anleger, die eine höhere Rendite als auf dem Tagesgeldkonto suchen und dafür ein Ausfallrisiko akzeptieren.
Dem höheren Zins bei schwacher Bonität steht ein klarer Vorteil gegenüber: die Chance auf einen Kredit überhaupt. Für Kreditsuchende mit guter Bonität ist der klassische Bankkredit dagegen oft günstiger, weil keine zusätzliche Vermittlungsgebühr anfällt. Ein Vergleich beider Wege lohnt sich immer. Eine Abwägung der grundsätzlichen Chancen und Risiken bietet der Beitrag Welche Vor- und Nachteile hat ein Privatkredit?
Welche Regeln gelten für einen Privatkredit unter Freunden und Familie?
Für einen Privatkredit unter Freunden und Familie gilt: Ein schriftlicher Darlehensvertrag schützt beide Seiten und schafft steuerliche Klarheit. Ein mündliches Darlehen ist zwar rechtlich gültig, aber im Streitfall kaum beweisbar. Der Vertrag sollte Summe, Zins, Laufzeit, Ratenhöhe und Rückzahlungstermine festhalten.
Ein Darlehen unter Angehörigen darf zinslos sein. Sobald jedoch Zinsen fließen, muss der Geldgeber diese als Kapitalerträge versteuern. Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag an, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro pro Jahr (Stand 2026, Bundesministerium der Finanzen). Ohne Vertrag und ohne marktüblichen Zins kann das Finanzamt ein zinsloses Darlehen unter Umständen als Schenkung werten.
Drei Bausteine sichern ein privates Darlehen ab: der schriftliche Vertrag, ein marktüblicher oder klar als zinslos vereinbarter Zins und ein dokumentierter Zahlungsweg per Überweisung statt Bargeld. Diese Dokumentation hilft nicht nur im Streitfall, sondern auch gegenüber dem Finanzamt.
Ein Darlehen unter Angehörigen hat steuerliche und rechtliche Folgen. Fehlt ein Vertrag oder weicht der Zins stark vom Marktüblichen ab, kann das Finanzamt den Vorgang umdeuten, etwa als Schenkung mit Schenkungsteuer. Die genannten Steuersätze und Freibeträge gelten Stand 2026 und können sich ändern. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung; im Zweifel einen Steuerberater hinzuziehen.
💬 Meine Einschätzung
Die gängige Annahme lautet, ein P2P-Kredit sei grundsätzlich günstiger als ein Bankkredit, weil die Bank als Zwischenhändler wegfällt. In der Praxis stimmt das selten. Die Plattform ersetzt die Bank als Intermediär und verlangt eine Vermittlungsgebühr, die den Effektivzins nach oben treibt. Der echte Wert von P2P liegt nicht im Preis, sondern im Zugang: Wer bei drei Banken abgelehnt wurde, bekommt hier oft trotzdem eine Finanzierung. Beim Darlehen unter Familie sehe ich den häufigsten Fehler in der fehlenden Schriftform. Ein zweiseitiger Vertrag kostet nichts, verhindert aber Streit über Beträge und schützt vor einer Umdeutung als Schenkung durch das Finanzamt.
- P2P-Kredit = Darlehen zwischen Privatpersonen, per Plattform oder direkt unter Bekannten.
- auxmoney vermittelt 1.000 bis 50.000 Euro, Laufzeiten 12 bis 84 Monate (Stand 2026).
- Auszahlung regulär 2 bis 5 Werktage, Express rund 24 Stunden gegen Gebühr.
- Vergleichswert Ratenkredit: 8,13 Prozent Effektivzins im März 2026 (Bundesbank).
- Darlehen unter Familie: immer schriftlicher Vertrag, Zinsen sind für den Geldgeber steuerpflichtig.
Häufige Fragen zum Kredit von privat zu privat
Ist ein P2P-Kredit seriös?
Ein P2P-Kredit über eine regulierte Plattform ist seriös. In Deutschland unterliegen Kreditplattformen der Aufsicht der BaFin und benötigen eine Erlaubnis. Kreditnehmer sollten auf einen ausgewiesenen effektiven Jahreszins und transparente Gebühren achten und keine Vorkosten vor Auszahlung bezahlen.
Bekomme ich einen P2P-Kredit trotz negativer SCHUFA?
Ein P2P-Kredit ist bei schwacher Bonität eher möglich als ein Bankkredit, weil Plattformen ein breiteres Scoring nutzen. Ein harter negativer SCHUFA-Eintrag, etwa ein laufendes Insolvenzverfahren, führt aber auch hier meist zur Ablehnung. Der Zins fällt bei schwacher Bonität deutlich höher aus.
Muss ich Zinsen aus einem privaten Darlehen versteuern?
Ja. Wer als Privatperson Geld verleiht und dafür Zinsen erhält, erzielt Kapitalerträge. Diese unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, soweit sie den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr übersteigen (Stand 2026).
Was ist der Unterschied zwischen P2P-Kredit und Crowdlending?
P2P-Kredit und Crowdlending bezeichnen dasselbe Grundprinzip: viele private Geldgeber finanzieren gemeinsam einen Kredit. Der Begriff Crowdlending betont die Vielzahl der Anleger, P2P betont die Privatperson-zu-Privatperson-Beziehung. In der Praxis werden beide Begriffe synonym verwendet.
Quellen und weiterführende Literatur
auxmoney GmbH — Informationen zu Kreditsummen, Laufzeiten und Ablauf für Kreditnehmer (Stand 2026).
Deutsche Bundesbank — MFI-Zinsstatistik, durchschnittliche Effektivzinsen für Konsumentenkredite (Stand März 2026).
Bundesministerium der Finanzen — Abgeltungsteuer und Sparer-Pauschbetrag auf Kapitalerträge.
BaFin — Hinweise zur Erlaubnispflicht und Aufsicht von Kreditvermittlungsplattformen.
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